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Der General
Als wir dann erzählend am Vormittage vor dem Hause am Tische saßen, stand Helmers plötzlich auf, ging zu dem Baume, an welchem der General gestern angebunden war, hob dort etwas vom Boden auf und sagte:
»Da sah ich etwas blinken. Es ist ein goldener Ring, ein Trauring, wie es scheint. Seht ihn einmal an!«
Der Ring ging von Hand zu Hand. Ja, es war ein Trauring, und auf seiner Innenfläche sahen wir zwei Buchstaben und ein Datum eingegraben.
»Wie kommt der Ring dorthin?« fragte Frau Barbara. »Wer mag ihn verloren haben?«
»Der General,« antwortete Helmers. »Seine Hand war festgebunden und hat sich, als ihn die Hiebe schmerzten, so unter den Riemen gewunden, daß der Ring abgestreift worden ist. Anders kann es nicht sein.«
Wir gaben ihm recht und meinten, daß er den Ring als Andenken an den gestrigen Strafvollzug aufbewahren möge; er aber legte ihn mir in die Hand und sagte:
»Was soll ich mit ihm? Er ist nicht mein; ich komme nicht von hier fort und werde den General wohl nicht wiedersehen. Bei Euch aber, Mr. Shatterhand, ist es möglich, daß Ihr ihm einmal begegnet. Steckt ihn ein.«
Ich hatte keinen Grund, mich zu weigern, und steckte den Ring an meinen Finger, wo er sicherer als in der Tasche war. Vorher betrachtete ich ihn genau und las: E. B. 5. VIII. 1842. Wie wichtig dieser Ring mir und Old Surehand später werden sollte, das konnte ich jetzt nicht ahnen. - - -
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