|
|
|
| |
Old Wabble
lässig dieselbe zu sein scheint, er war stets auf die Minute an Ort und Stelle, und es ist niemals vorgekommen, daß ich auf ihn zu warten hatte.
Nur ein einzigesmal hatte es den Anschein, aber auch nur den Anschein, als ob er nicht pünktlich sei. Wir mußten uns hoch oben im Norden an dem sogenannten Couteau trennen und wollten uns vier Monate später unten in der Sierra Madre treffen. Da fragte er mich:
»Mein Bruder kennt das Wasser, welches Clearbrook (* Heller Bach.) genannt wird?«
»Ja.«
»Wir haben dort mit einander gejagt. Besinnst du dich auf die Lebenseiche, unter welcher wir damals des Nachts lagerten?«
»Ganz genau.«
»So können wir uns nicht verfehlen. Der Wipfel dieses Baumes ist verdorrt, und wächst also nicht mehr. Wenn grad um die Mittagszeit der Schatten der Eiche fünfmal die Länge meines Bruders hat, wird Winnetou dort ankommen. Howgh!«
Ich hatte dies natürlich in unsere Zeitrechnung zu übersetzen, und war zur bestimmten Zeit dort. Es war weder Winnetou noch eine Spur von ihm zu sehen, obgleich die Schattenlänge der Eiche genau fünfmal die meinige betrug. Ich wartete mehrere Stunden lang; er stellte sich nicht ein. Ich wußte, daß ihn nur ein Unfall hindern konnte, ein einmal gegebenes Wort zu halten, und wollte darum schon besorgt um ihn werden; da kam mir der Gedanke, daß er schon hier gewesen sein und einen triftigen Grund gehabt haben könne, nicht auf mich zu warten. In diesem Falle hatte er mir ganz gewiß
|
|
|
| |
|